Eine 40-jährige Simulation einer erfolgreichenTransformation Deutschlands.

In dieser Simulation nähern wir uns einer erfolgreichen Transformation der Gesellschaft in einer völlig neuen Weise.
Zuerst definieren wir, welchen Grundwerten die Gesellschaft folgen möchte. Dann legen wir als verbindendes Ziel das Gemeinwohl fest. Hierunter verstehen wir, dass für alle Schichten der Bevölkerung bessere Lebensbedingungen entstehen. Selbst Reichen kann es besser gehen. Sie brauchen zwar nicht mehr Geld, aber durchaus ein Land auf das sie stolz sein können. Wenn die bisher gegeneinander gerichteten Energien gebündelt werden, ist Gemeinwohl zwangsläufig die Folge.
Unter dieser Prämisse haben wir im weiteren Verlauf überlegt, was wir uns als Gesellschaft wünschen könnten und was wir dafür benötigen. Die daraus formulierten Ziele bestimmten das entwickelte strategische Vorgehen. Das ist eine verkürzte Festlegung, die im realen Zusammenhang durch einen breiten Dialog in der Gesellschaft festgelegt würde. Wie dieser Dialog aussehen könnte, haben wir in unserem Buch: “Die Grundlagen der gesellschaftlichen Transformation – Die Verbindung” beschrieben.
Der bisherige Maßstab für steigenden Wohlstand ist unser BIP. Hieran orientieren sich wirtschaftliche Prognosen und Simulationen. Wir differenzieren zwischen gemeinwohlfördernden und gemeinwohlschädigenden Wirtschaftsprozessen. Wir haben eine Steuerung entwickelt, wie mittel- bis langfristig die Wirtschaft um die gemeinwohlschädigenden Prozesse bereinigt werden kann. Erst dann kann sich wirklicher Wohlstand einstellen.
Schritt I: Die ersten Ziele und deren Umsetzung
- Frieden, deutsche Friedensinitiative zum Erreichen eines Weltfriedens im Jahr 2060, Verfünffachung des Budget des Außenministeriums und Ausweitung des diplomatischen Korps.
- Initiative zum globalen Zusammenwachsen UN-GTO (United Nation – Global Treaty Organisation) als eine Art globale Erweiterung der NATO)
- Diverse globale Organisation zur Überbrückung nationaler Beschränkungen.
- Ausbildung einer neuen Generation von Mediatoren.
- Nationale Anstrengungen zur Eindämmung der Klimakrise, und eine deutsche Initiative zur Einführung einer internationalen Organisation zur Klimaintervention (ICIF = International Climate Intervention Force) zur Umsetzung einer globalen CO2-Reduktionsstrategie. Ein neuer globaler Markt wird angeschoben, insbesondere zur klimafreundlichen Integration Afrikas in den Welthandel.
- Beendigung von Armut, insbesondere Kinderarmut, Erhöhung der Sozialbudgets.
- Beendigung der prekären Beschäftigungsverhältnisse. Anhebung des Mindestlohns auf ein Niveau, das eine Alterssicherung ermöglicht. Arbeitsmarktreform!
- Realer Lohnzuwachs in 40 Jahren von 35% (bisher 15% seit 1980). Arbeitsmarktreform!
- Initiative für Kinder- und Familienförderung (z.B. Kindergeld in der Ausbildung 700,- €/Monat)
- Mindestsicherung, Sozialhilfe, Bürgergeld, Aufstockung auf ein Niveau der Existenzsicherung, also eine Art Grundeinkommen für Bedürftige. (nach heutigen Verhältnissen 1.400,- €)
- Freiwilliges und bezahltes Soziales Jahr gekoppelt mit einer Zusatzausbildung zu Wahrnehmung & Kommunikation.
- Steuerreform: Senkung der Lohn- und Einkommens- und Unternehmenssteuern, Erhöhung der Konsumsteuern. Insgesamt Senkung der Steuern, FÜR ALLE.
- Reparatur der Sozial- und Fürsorgesysteme. Niemand wird zurückgelassen. Erhöhung der Budgets zur Prävention.
- Rentenreform: Automatische Kopplung der Rente an das Lohnniveau. Mindestrente zur Existenzsicherung (nach heutigen Verhältnissen 1.400,- €), gemeinwohlorientierte Solidarität durch Erweiterung des Kreises der Beitragszahler.
- Gesundheitsreform, von der Krankenversicherung zur Gesundheitsversicherung, Fokus auf Prävention, Erhöhung der Lebensqualität, Erhöhung der Lebenserwartung. Ziel ist es, das fortschrittlichste und umfassendste Gesundheitssystem der Welt zu errichten. Erhöhung der Budgets für Prävention.
- Bedarfsplanung und Reform der Bildungsinhalte in allen Bildungsbereichen durch eine DaVinci-Innovative. Ganzheitliche Ausbildung z.T. im Dualen System, zur Entwicklung eines ausgewogenen Verhältnis von Generalisten und Spezialisten. Ziel ist es, das fortschrittlichste und umfassendste Bildungssystem der Welt zu errichten.
Fazit: Der öffentliche Gesamthaushalt Deutschlands steigt überproportional an. Die Kosten sind insbesondere in der Übergangszeit nicht bezahlbar, auch wenn sie später mit der Wirkung der Präventionen insbesondere im Gesundheitssystem und den demografischen Effekten in Rentenbudget sinken. Die Vision einer erfolgreichen Transformation scheint unmöglich umsetzbar.

Konsequenz ist, dass über einen geänderten Denkansatz ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum erzielt werden muss. Dieser Erkenntnis sind die weiteren Schritte geschuldet.
In der blockweise gegeneinander gerichteten Weltwirtschaft müssen wir über neue Mechanismen eine kooperative Wirtschaftsweise implementieren, in der Deutschland eine Führungsrolle einnehmen kann. Über ein Netzwerk einer EcoUnity, können wir so nicht nur ein überproportionales Wirtschaftswachstum entwickeln, sondern auch weltweit eine Vorbildrolle in der gemeinwohlorientierten Wirtschaftsentwicklung einnehmen.
Schritt 2: Die Entwicklung der EcoUnity und eine globale Energiewende
- Bildungs- und Innovationsinitiative, benannt nach Leonardo da Vinci, Einführung holistischer Wahrnehmungs-, Denk- und Kommunikationsmethoden
- Franchisesysteme in allen wichtigen Wirtschaftsbereichen und entsprechende Kooperationen mit allen Ländern der Welt
- Ausbau des globalen Netzwerkes EcoUnity und entsprechender neuer Märkte. Zusätzlich und hilfreich für die Umsetzung sind die Einführung globaler Organisationen, die Mittel für die Umsetzung globaler Herausforderungen bereitstellen.
- ICIF (International Climate Intervention Force)
- IDIF (International Disaster Intervention Force)
- Kompensation der durch die Reduktion der gemeinwohlschädlichen Wirtschaftsweise entstandenen Schwächung des BIP durch innovative neue Produkte.
- Stärkere Kooperation zwischen Wirtschaft, Staat und Bürger, die über die Steuern alle Anteilseigner sind.
Fazit:
Wir erreichen entgegen den Prognosen der OECD (+49%) ein reales Wirtschaftswachstum von +109% innerhalb des Simulationszeitraumes von 40 Jahre. (nicht zu verwechseln mit dem wenig aussagefähigen nominalen Wachstum)

Trotzdem reichen die deutlich gestiegenen Einnahmen nicht aus, um unsere Wünsche zu erfüllen. Wir sehen in der Phase der überproportional gestiegenen Kosten eine Unterdeckung in Höhe von ca. 4.570 Mrd. € (schwarzer Bereich), die wir in Erwartung der späteren „goldenen Jahre“ finanzieren müssen.

Errichtung eines Staatsfonds zur Finanzierung der erfolgreichen Transformation.
Auf der Basis der bestehenden Vermögen und der ausgezeichneten Zukunftsaussichten wird es möglich, die Transformation nicht ausschließlich zu Lasten der Staates zu finanzieren.
Fazit: Die Möglichkeit einer erfolgreichen Transformation der Gesellschaft besteht, wenn man die Struktur und Dynamik der Gesellschaft versteht, die gesellschaftlichen Kräfte bündelt, analog die übergeordneten geopolitischen Einflüsse zugunsten der gesamten Weltbevölkerung so ändert, dass die destruktiven Einflüsse auf das eigene System (die eigene Gesellschaft) ausbleiben. Und so ist beispielsweise Weltfrieden eine unverzichtbare Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Transformation.
Im Zentrum dieser erfolgreichen Transformation steht eine neue Wahrnehmungs-, Denk- und Kommunikationsweise, um die überall vorherrschende Trennung zu überwinden.
Nebeneffekt: Eindämmung der Klimakatastrophe
Unter der Voraussetzung, dass ab dem Simulationszeitraum alle Maßnahmen wie projektiert umgesetzt worden wären, wäre es nicht nur NICHT zum Ukrainerkrieg gekommen, sondern wir würden mit unserer nationalen Klima-Initiative unsere Klimaziele erreichen.
Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die spezifische Fähigkeit des Landes zu erkennen und die CO2-Bilanz nach Pareto eben nicht im eigenen Land mit überzogenen Ansprüchen zu reduzieren, sondern über Kompensationsmechanismen, die notwendige globale Energiewende einzuleiten. Somit ergibt sich folgendes Szenario:

Mit dieser Strategie reduzieren wir nicht nur unsere CO2-Bilanz weit vor dem geplanten NETTO-NULL derzeit in 2045, sondern schaffen ein über den Stichtag hinaus notwendige weiterführende CO2-Kompensation, des weltweit nicht zu verhindernden CO2-Emissionsanstiegs. Dieses nationale Szenario fügt sich in das globale Szenario ein, die wir in vier Sektoren simuliert haben.
Von den Industrieländern (USA, EU, u.a.), über die schwächeren Industrieländern (arme EU-Länder, Russland), den Schwellenländern (China u.a.) bis zu den Entwicklungsländern (Indien, Afrika).




Leider ergibt sich in Summe keine CO2-Emissionsreduktion (rot), sondern ein zwischenzeitlicher weiterer Anstieg. Denn den Reduktionsbemühungen der Industrieländer steht ein organisch wachser CO2-Anstieg in den Schwellen und Entwicklungsländern entgegen. Diesem realistischen Ansatz setzen wir nun die Maßnahmen (grün) entgegen.
Globales Szenario:

Da die Reduktion des CO2 in der Atmosphäre zur Stabilisierung des Klimas nicht ausreicht und einige Kompensationsmechanismen 2052 auslaufen, muss man das Aktionszeitfenster bis zum Jahr 2100 erweitern und die CO2-Minderung weiterführen.

Vereinfacht ausgedrückt sind die CO2-Emissionen Mitte des Jahrhunderts unter Kontrolle. Die Kompensationen C reduzieren den Teil B zu Netto Null. Die nicht zu verhindernde CO2 Emission A beträgt 930 Gt und ist viel zu hoch, aber nicht zu ändern. Mit den eingeleiteten ITMO’s (Internationally transferred mitigation outcomes = International übertragbare Minderungsergebnisse) werden dann aber ab 2062 bis 2100 CO2 Emission in Höhe von 416 Gt entfernt. Nicht genug!

Soweit so gut, und jetzt kommt die Hilfe von Mutter Erde hinzu.

Wenn die natürlichen Senken (Böden und Ozeane) weiterhin annähernd genauso viel CO2 binden, wie bisher, dann haben wir im Jahr 2080 den Stand der CO2 Konzentration wie im Jahr 2020 und haben zusätzlich bis zum Jahr 2100 weiteres Reduktionspotenzial aufgebaut.
2080 finden wir die gleiche CO2-Konzentration wie 2020 (420 ppm) vor. Damit entspricht das Ergebnis in etwa dem RCP 2.6 des IPCC, mit einem Temperaturanstieg von 1,5°C – 2°C, der diese niedrige Konzentration erst im Jahr 2100 erwartet. Damit wären wir auf der sicheren Seite.
Was jedem deutlich sein sollte, ist die Tatsache, dass ein solches Vorhaben nicht umsetzbar ist, wenn wir uns global weiter gegenseitig die Köpfe einschlagen. Damit ist eine Weiterführung der jetzigen Konfrontationspolitik, ein kollektiver Irrsinn, wenn man sich vor Augen führt, was ohne die globalen Maßnahmen, insbesondere in Indien und Afrika, mit dem Weltklima passieren kann.
Im Grund ist die Lösung relativ einfach.
Und somit sind wir wieder am Anfang, als wir nach dem gemeinsamen Nenner gesucht haben. Wir können es nicht oft genug wiederholen:
Grundlage einer erfolgreichen Transformation unseres Landes und der Welt ist die Verbesserung unserer Wahrnehmung und der damit einhergehenden Kommunikation.
In der Simulation haben wir im Detail aufgeführt, wie man den Prozess umsetzen kann. Hoffentlich schaffen wir es rechtzeitig, einen gemeinsamen Standpunkt für Gemeinwohl aufzubauen.